Was passiert, wenn du 10 engagierte und talentierte Fahrerinnen, Weltklasse-Coaches und Neuseelands ultimatives Terrain für drei actionreiche Tage zusammenbringst?

 

Du wirst 10 außergewöhnliche Frauen auf Weltklassenniveau sehen, die über die Grenzen hinausschießen und ihre Siege feiern.

Lasst mich erzählen, wie es dazu kam.

 

 

Beim Mountainbiken erleben wir einen massiven Zuwachs an Frauen im Freeride- und Freestyle-Bereich, aber dieses Wachstum ist äußerst begrenzt. Das Team von Mons Royale hat dieses Problem erkannt und eine Lösung gefunden: ein Mountainbike-Camp zu starten. Das Camp konzentrierte sich auf die Weiterentwicklung von Technik und Stil für Frauen im Freestyle-Mountainbiking. Mit wertvollem Input von Katie Holden, die für die „Redbull-Formation“ verantwortlich ist, wurde „Future Ground“ geboren.

 

 

Zehn der besten Nachwuchsfahrerinnen der Szene wurden auserkoren, um an dieser Bewegung teilzunehmen. Ich fühlte mich mehr als geehrt, ausgewählt worden zu sein. Anfangs war ich extrem nervös und hatte Bedenken hinsichtlich der Erwartungen und meiner Fähigkeiten. War ich dieser Gelegenheit würdig?! Glücklicherweise verschwanden diese Gefühle, als ich das Potenzial dieses Events und meine Chance erkannte, von den Besten zu lernen. Nach einem Monat Vorbereitung wusste ich ganz genau, was ich versuchen wollte zu erreichen.

 

Tag eins: Meet and Greets, Trail Riding und Teambildung.

 

Von dem Moment an, als wir unsere grandiosen Unterkünfte betraten, fühlten wir uns sofort besonders und als würden wir schon jetzt großartige Dinge vollbringen. Ein vollausgestattetes Kamerateam, Produzenten, Manager, hauptberufliche Sanitäter, Mentoren und spezialisierte Trainer haben dieses Gefühl zusätzlich bestätigt. Von Anfang an waren die Mädels mit 100 % dabei. Das Energielevel war hoch und die Funken flogen, als wir uns darüber unterhalten haben, welche bisherigen Grenzen wir gemeinsam sprengen konnten. Es war unglaublich aufregend, sich vorzustellen, was in drei Tagen alles erreicht werden könnte. Einfach nur, wenn du von Athletinnen wie Ellie Chew und Vinny Armstrong umgeben bist, die die Rahmenbedingungen des Bikens für Frauen neu definieren.

 

Wertvolle Trampolin-Sessions mit Trainern bei SITE Trampoline

 

Die morgendlichen Trampolin-Sessions waren sehr nützlich und ermöglichten uns, zu den Basics zurückzukehren und Selbstvertrauen zu gewinnen, um dieses schließlich auf zwei Rädern zu übertragen. Persönlich habe ich SITE geliebt und die Backflips waren ein Kinderspiel für mich nach meiner Zeit beim Turnen in Kindertagen. Beim Betreten der Startrampe, war ich erstmal gehemmt. Ich hatte sogar Mühe, mit dem BMX richtig abzuspringen. Die Angsthäsin in mir wollte sich durchsetzen und ich zog an der Kante einfach nicht richtig. Nachdem ich den anderen Mädels dabei zugesehen hatte und nach zahllosen Ermutigungszusprüchen und Video-Feedback, fing ich schließlich an Fortschritte zu machen. Diese einschränkenden Gedanken und Ängste durchzustehen und überwinden zu können in einem sicheren Umfeld, war so wertvoll und förderlich, zumal sie sich direkt auf das Fahrrad übertragen lassen.

 

 

Der Wynyard Jump Park war der Mittelpunkt des Camps, wobei der Airbag und der Mulch-Jump jeweils eine große Rolle in unserem Fortschritt spielten. Unsere erste Session im Jump Park war episch. Wir waren alle total begeistert zu springen und Trains zu fahren. Sobald Ellie anfing, Backflips auf dem Airbag zu machen, war die Messlatte gesetzt und wir alle wollten ebenfalls auf dieses Level kommen!

 

 

Die nächsten Tage gestalteten sich wie folgt: Trampolinpark, mentales Coaching, Pause, Biken. Wir kamen alle als Gruppe zusammen, lehrten uns gegenseitig und lernten voneinander. Für mich wurde es immer leichter, mit meinen Ängsten umzugehen; es war jedoch ein wenig frustrierend, dass ich mit meinen Fortschritten nicht noch schneller vorankam. Zu diesem Zeitpunkt fingen die Mädels an, Back Flips, Heel Clickers, Nac Nacs, Suis zu machen und krass abzuliefern. Als ich nach unserer allabendlichen Nachbesprechung ins Bett ging, hatte ich ein ernstes Wort mit mir selbst – es war an der Zeit, ein „großes Mädchen“ zu sein und damit aufzuhören, an meinen Fähigkeiten zu zweifeln.

 

 

 

 

Mein erster Sprung des letzten Tages war punktgenau und das war für mich ein Zeichen dafür, dass der Rest des Tages ebenfalls erfolgreich verlaufen würde. Nach einem kurzen Aufwärmen auf dem Mini Dream sind wir alle zum Dream Track gewandert. Dort erwartete uns eine Jump Line, die selbst die besten männlichen Fahrer erschreckt. Es fühlte sich an, als würden wir in die Schlacht ziehen. Am Anfang lagen meine Nerven blank und ich hatte mit Lampenfieber zu kämpfen. Ich habe den Step Down nicht richtig hinbekommen und verlor mit der Zeit die Hoffnung, dass ich dieses Ziel mit der begrenzten Zeit noch erreichen würde. Nach 7 Versuchen habe ich den Step Down endlich sauber geschafft. Eines der Mädels sagte: „DAS war es“, und ich wusste, dass es an der Zeit war, richtig abzuliefern. Ich ging gleich wieder hoch und schaffte es. Ich weiß nicht, was sich besser anfühlte – den Sprung zu machen, oder das Jubeln und Zurufen all der Mädels und der Support-Crew! Ernsthaft, das war so ein surreales Gefühl, von dem ich niemals gedacht hätte, es jemals zu verspüren, als ich mich vor weniger als sechs Monaten dazu entschieden hatte, die Dream Line in Angriff zu nehmen.

Nach all der Freude über mein Bezwingen der Dream Line habe ich angefangen, Backflips auf dem Airbag zu probieren. Sie waren nicht die schönsten oder rundum komplett. Aber wenn du mir am Montag gesagt hättest, dass ich auf meinem Switchblade einen Rückwärtssalto versuche, hätte ich gedacht, du willst mich veräppeln!

 

Die Crew – ein toller Haufen von Leuten mit Top-Fähigkeiten, die zusammengekommen sind, um ein erfolgreiches Camp auf die Beine zu stellen.

 

Sind es die Möglichkeiten oder ist es das Umfeld? Oder beides?

Nach dieser Woche kann ich mit Sicherheit beides sagen! Man wird besser, wenn du ein passendes Umfeld schaffst, die Energien nutzt und einer gleichgesinnten Crew von Fahrerinnen die Möglichkeit bietest, zusammenzukommen und gemeinsam besser zu werden. Ich begab mich in dieses Camp ohne Erwartungen und beendete es mit einer Fülle an neuen Fähigkeiten, Selbstvertrauen und neun neuen Schwestern. Dieser Push verhalf mir auf ein neues Level und der Fortschritt war echt.

Vielen Dank an Mons Royale und das Team, dass ihr uns mit Future Ground unterstützt habt. Uns und dem Rest der Welt ist glasklar, wie stark ihr an das Konzept und seinen Nutzen für Frauen und den Sport glaubt. Es ist ein Privileg, Teil des Anfangs von etwas Besonderem zu sein. Und es jetzt in die ganze Welt hinauszutragen!

Schau dir hier die vollständige Zusammenfassung an!

 

Riders

Louise Ferguson – Queenstown based (Scotland) @louise_anna__ She/Her

Vinny Armstrong – Queenstown based (Auckland) – @vinnysarmstrong She/Her

Robin Goomes – Rotorua – @robin_riding_hood She/Her

Kalani Muirhead – Wānaka @kalani_muirhead She/Her

Ellie Chew – Kapiti Coast @ellie_chew – She/Her

Charlie Lester-Rosson – Rotorua – @charlie_lesterrosson She/Her

Kathy Morris – Queenstown – @kathy4654 She/Her

Kelsey Timpany – Queenstown – @3kels She/Her

Emma Olofsson – Queenstown @mmurmaider She/Her

Jess Blewitt – Queenstown / Christchurch – @Jessblewitt_ She/Her

 

Photography

Neil Kerr – Spoke Magazine

Chris Dunn – Mons Royale

Paul Foley – @pjfol

 

Kelsey Timpany
Kelsey Timpany

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